Christoph Radü in Panama und Costa Rica

Ein Reisebericht

Christoph Radü in Panama und Costa Rica

Coiba – wann hatte ich das erste Mal von Coiba gehört? Wo hatte ich das erste Mal davon gelesen? Ich weiß es nicht mehr. Aber recht schnell war die Begeisterung da mehr darüber heraus zu finden.

Coiba ist die größte Insel Mittelamerikas und gehört zusammen mit 37 weiteren Pazifikinseln zum Marine Nationalpark Coiba, der zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt wurde. Darüber hinaus plant die Organisation, im sogenannten „Tropical Eastern Pacific Marine Corridor“ die Marineparks des Galapagos Archipels und die kolumbianischen Inseln Malpelo und Gorgonia mit dem Coiba NP sowie der costaricanischen Cocos Insel zu verknüpfen, um wandernden Meeresspezies wie z.b. Meeresschildkröten oder Haien besseren weil grenzüberschreitenden Schutz zu bieten.

Coiba also ein Tauchertraum wie die berühmten Nachbarn in Costa Rica oder Ecuador? Meine ersten Erfahrungen sehen anders aus. Ich sehe nämlich fast nichts. Durch Schwebstoffe und Plankton ist das Wasser so trübe, dass ich Mühe habe meinen Tauchbuddy nicht aus den Augen zu verlieren.

Ungewöhnlich grün präsentieren sich auch die Inseln: die meisten sind so dicht bewachsen, dass kein Baumstamm zu sehen ist. Die Natur ist noch nahezu im Urzustand, denn Coiba war bis 2004 Strafkolonie; aktuell ist das Archipel (abgesehen von ein paar Parkrangern) komplett unbewohnt. Wir übernachten daher im kleinen Fischerort Bahia Honda, ebenfalls auf einer Insel aber am Rande des Marineparks. Leider bleibt keine Zeit, das Innere dieser Insel oder des Nationalparks näher zu erkunden. Wir müssen wieder ins Wasser. Der nächste Tauchgang verläuft ganz anders: bei relativ guter Sicht tauchen wir durch blaues Wasser bis wir einen kleinen Unterwasserberg erreichen. Unbemerkt sind wir plötzlich umgeben von mindestens zwei Dutzend Haien. Aus den Felsspalten unter uns schauen fast genauso viele neugierige Muränen.

Auch Tage später – inzwischen in Costa Rica – denken wir noch an dieses faszinierende Erlebnis, aber auch enttäuschende Tauchgänge mit schwierigen Bedingungen, die wilden unberührten Inseln und die Stille, die nur vom nächtlichen Stromgenerator gestört wird.

Am Arenal Vulkan ist deutlich mehr los. Schließlich zählt er zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Costa Ricas. Entsprechend gibt es im nahen Ort La Fortuna zahlreiche Restaurants, Hotels und Touristen. Umso erstaunlicher für mich, dass man in der näheren Umgebung einige der für Costa Rica bekannten Tierarten ohne großen Aufwand beobachten kann: Zwei- und Dreizehenfaultiere, die in kleinen Waldstückchen nahe einiger Felder die Baumkronen besiedeln oder auch farbenprächtige Tukane.

Nach Sonnenuntergang kommen noch ein paar ganz besondere Schönheiten dazu. Mit Taschenlampen ausgestattet begeben wir uns auf einen Rundwanderpfad einer nahe gelegenen Lodge. Schon nach kurzer Zeit macht uns unser Guide auf die ersten Nachtaktiven aufmerksam. Neben ein paar Schlangen und Insekten sind es vor allem die zahlreichen Baumfrösche die faszinieren. Dazu gehört auch der emblematische Rotaugenlaubfrausch oder das Erdbeerfröschen in der „blue jeans“ Farbvariante:

Und dann war diese Reise – leider viel zu schnell – schon wieder vorbei.

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